DB 611

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Mit den 1991/1992 gelieferten Pendolinos  wurden in Franken gute Erfahrungen gemacht. Deshalb  entschloß sich die DB für andere Regionen weitere Fahrzeuge zu bestellen. Während die 610er auf der bei der FS bewährten Technologie von Fiat beruhten, sind die 611er ein Kind von Adtranz. Mangelnde Erprobung bei Hersteller und Besteller hatten katastrophale Auswirkungen auf die Alltagstauglichkeit. Seit Mitte 1997 laboriert man an den Problemen herum. Es ist zu befürchten, daß der 611er ein ungeliebtes Kind der DB wird.

Es wurden insgesamt fünfzig Einheiten an die Einsatzstellen Kaiserslautern und Ulm geliefert. Genau wie beim Vorgänger wird eine Einheit aus zwei Hälften gebildet, die je mit 540 KW motorisiert sind. Dies reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 160km/h.  

 

Zwischen Stuttgart und Tübingen (KBS 760) kommen die 611er in Mehrfachtraktion zum Einsatz. Am 6.1.2000 stellen 611502 und ein unbekannter Bruder den RE 3457, aufgenommen bei der Durchfahrt von Oberboihingen. Nicht nur die planmäßige Doppeltraktion, als auch der Einsatz unter dem Fahrdraht passen nicht so ganz in das Konzept dieses Fahrzeuges. Auch in Dreifachtraktion reicht das Platzangebot auf dieser Strecke im Berufsverkehr nicht aus.